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Wissen und Internet

Wissen und der Zugang zu Wissen
Wissen und der Zugang zu Wissen entscheidet als wichtigste Ressource immer mehr über Wohlstand und Freiheit. Dabei ist Wissen die Grundvoraussetzung für eine demokratische Mitwirkung. Und daher hat es sich die UNESCO zu einer ihrer wichtigsten Aufgaben gemacht, moderne Wissensgesellschaften zu fördern, in denen der Zugang zu Bildung und Information ebenso verwirklicht ist wie die Meinungsfreiheit und die kulturelle Vielfalt.

Das Internet
Das WordWideWeb birgt enorme Potenziale für den Aufbau der Wissensgesellschaften. Es ermöglicht technisch die weltweite Verbreitung von Information und Wissen. Und so ist auch die UNESCO an der Arbeit, das Potenzial der Wissens-Communities für die Entwicklung moderner Wissensgesellschaften zu nutzen. Große Potenziale sieht die UNESCO vor allem darin, sozialen Medien für die UNESCO-Ziele zu nutzen. Daher ruft die UNESCO alle politisch und fachlich zuständigen Institutionen vor allem in Deutschland dazu auf, die sozialen Medien für die Förderung moderner Wissensgesellschaften einzusetzen. Dazu fordert die UNESCO Politik sowie die Akteure des Bildungssystems dazu auf, neue Lernformen auf des gesamten Bildungsstufen durch die sozialen Medien zu fördern. Und: Die Vermittlung von Kompetenzen für den Umgang mit den sozialen Medien soll auf allen Bildungsstufen sichergestellt werden und die Forschung zu Bürgerrechten soll im Internet gefördert sowie die Potenziale der sozialen Medien für Wissenschaft sollen analysiert und verstärkt genutzt werden.

Kann so das Internet die Bildung revolutionieren?
Interessante Artikel zu diesem Themenbereich finden Sie in der Zeitschrift der Deutschen UNESCO-Kommision mit dem Titel „Wissen im Web„. Schwerpunkte sind u.a. welche Chancen das Internet für Bildung bietet und welche Herausforderungen die neuen Internet-Technologien an die Wissensgesellschaft stellen. Dass Bildung, insbesondere vor dem Hintergrund der Möglichkeiten des WordWideWeb, eine zentrale Rolle für das Konzept der Wissensgesellschaften darstellt und Auswirkungen auf das tägliche Leben haben kann, soll anhand eines kleinen Beispiels verdeutlicht werden: Fahranfänger (Auto) zwischen 18 und 21 Jahren zahlen aktuell in Deutschland einen Versicherungsaufschlag von teilweise über 100%. Wer sich im Internet einen KFZ-Versicherungsvergleich anschaut, findet unterschiedliche Tarife, wo man teilweise deutlich sparen kann. Wer aber über den Tellerrand hinaus schaut und das Internet nach Alternativen durchsucht stellt fest, dass es Anbieter gibt, die ein Gesamtpaket anbieten, das preislich genausoviel kostet, aber zusätzlich Bausteine der Altersvorsorge für den jungen Erwachsenen beinhaltet. Das Internet revolutioniert daher die Bildungslandschaft, aber auch die Bildungslandschaft revolutioniert das Internet, weil immer neue Dienstleistungen, Produkte und Ideen generiert werden und sofort Millionen von Menschen gezeigt werden können.

Diese Themenheft „Wissen im Web“ versammelt wertvolle Artikel über die Veränderung der Lernprozesse in verschiedenen Bildungsstufen. Das beginnt beim Einsatz digitaler Medien in der Schule, führt dann zu den Einsatzmöglichkeiten des Web 2.0, um die Schwellen zur beruflichen Bildung abzubauen und geht bis zum Nutzen von E-Learning-Methoden im Studium. Dabei werden aus lerntheoretischer Sicht die Voraussetzungen für ein erfolgreiches und informelles Lernen im Internet erläutert. Mehr Infos zum Thema finden Sie unesco.de

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